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Felsen stand, so daß man daö ganze Land umher übersehen konnte.
Hier lebte er denn mit seiner jungen Gemahlin ein herrliches Leben. Sie hatte alles, was sie wollte, Geschmeide und schöne Kleider — ein Wink von ihrer Hand und eine Menge Diener und Dienerinnen flogen hin und her, um ihre Befehle zu erfüllen, und der Fürst Raul selbst bezeigte sich so artig und liebevoll, daß die Fürstin oft zu sich selbst sagte: „Wahrlich, wenn alle Fürstinnen so gute Männer hätten, wie mein lieber Mann einer ist, so würde es nicht so viele verdrießliche Prinzessinnen geben'. Ich will auch meinen Raul recht lieb haben und alles thun, wovon ich weiß, daß es ihm Freude macht."
Du gute Fürstin! wenn aller Männer Frauen so dächten, so gäb' es nicht so viele verdrießliche Männer, gleichviel ob Prinzen oder Schuhflicker.
Aber was geschah? — die schöne junge Fürstin starb ganz plötzlich, ehe sie noch ihre guten Vorsätze so recht nach Herzenslust ausüben konnte.

