ter sah bald ihre Unwürdigkeit ei», war jedoch in großer Verlegenheit, was er in Zukunft mit mir beginnen sollte, besonders da er in dem?Iu- genblick eine weite Geschäftsreise unternehmen mußte, als Pastor Kronenfeld, sein treuer In« gendgefährte ihn besuchte. Er theilte ihm seine Sorge mit, und dieser befreite ihn sogleich davon, indem er ihm versprach, mich so lange in seine Obhut zu nehmen, bis sich wieder eine passende Gouvernante für mich fände. In Kirchheim war ich bald eingewöhnt. Die liebenswürdige Emma und ich wurden Herzensfrcundiiiüen; ihr Beispiel, ihr frommer Sinn, wirkte segensreich auf mich; mit ihr verlebte ich selige Stunden; auch ihren Geschwistern Eduard, Fritz, Luise und Gustav widmete ich herzliche Liebe. Die beiden erstere» 16 und 14 Jahre alt, befanden sich auf einem auswärtigen Gymnasium und suchten die ihrigen nur in den Feiertagen auf, ihr ,Aufenthalt er­weiterte dann den Familienkreis auf die ange­nehmste Weise. Liebe Mutter, wie alt warst du denn zu jener Zeit? fragte Sidi. Frau von Lili- cnhorst erwiederte: Ich zählte damals ti Som­mer, Emma war ein Jahr älter und Luise eines

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junger als ich, Gustav hatte aber erst das 5. Jahr zurückgelegt. Dieser war während der schöneren Jahreszeit wenig zu Hause, denn so lauge die Gutsherrschaft in Kirchheim weilte,