brachte man Bünde, Lahme, stumme, Gebrech­liche, Wahnsinnige und Kranke zu ihm, und in­dem der Heiland segnend die Hand auf jene Un­glücklichen legte, beglückte das unschätzbare Gur der Gesundheit aufs Neue die, welche oft schon lange vergeblich auf dem SchmerzenSlager nach dem Ende ihrer Leiden geseufzt hatten.

Das erste Zeichen seiner überirdischen Kraft gab jedoch Jesus zu Cana. Gütig der Einla­dung eines Verwandten seiner Mutter, der Hoch­zeit desselben beizuwohnen, folgend, und unschul­dige Freuden gerne begünstigend, erhöhte er auch hier durch bereitwillige Einwirkung das Vergnü­gen der Versammelten- Es waren der Gäste viele, und der edle Rebensaft mundete der Ge. sellschaft so sehr, daß der davon angeschaffte Ver­rath ein Ende zu nehmen drohte.

Vertrauensvoll theilte Maria dem geliebten Sohn die zu fürchtende Verlegenheit des Bräu­tigams mit, und jener verhieß liebevoll seinen Beistand- Die Diener mußten nun, nach deS Herrn Weisung, 6 steinerne Krüge mit Wasser füllen, und ssc dem Spcisemeister bringen. Er­staunt kostete dieser den herrlichen Wein, der aus den Gefäßen floß, und machte es dem Bräuti­gam zum Vorwurf, daß er das köstliche Ge-

tränke so lange zurückbehalten habe. Der Be­fragte erschien ganz unwissend über den ganzen