machr haben; kann ick denn nicht mit den Mei- nigen nach Gefallen schalten, warum seid ihr auf« gebracht. Laß ich so gütig bin? Ich aber sage euch, fuhr Jesus fort, Gott wird auch einst de­nen, die zuerst in die allein seligmachendcn Glau­benslehre eingeweiht waren, kein Vorrecht gestat­ten; glaubt. Viele sind berufen, jedoch Wenige werden auserwählt.» Durch ein zweites Beispiel wollte gleichfalls der Herr zeigen, daß nur die­jenigen würdig sind, einst in jene Wohnungen des Friedcs einzugehen, die rein vor Gott dem Herrn erfunden werden.

Der Sohn eines Königs feierte scinfHoch- zcitfest, und viele Gäste waren zu Theilnahme am Mahle gebeten. Da sie aber nicht erschie­nen, so sandte jener seine Diener ans, um sie zu holen. Dock keiner der Geladenen folgte der Weisung, den jeden verhinderten seine Geschäfte; als die Gesandten des Königs zum zweitenmal erschienen, waren sie sogar den Mißhandlungen, der Undankbaren ausgesetzt. Der ergrimmte Herrscher befahl seinen Dienern, alle Leute, die sie auf der Straße finden würden, mit zum Schmause zu nehmen; es geschah als aber der König die Angekommenen besichtigte, fand er ei-

wies sie mild zurechte, indem er fragte: «Handle ick denn unbillig, ich verweigere ench ja nicht die Bezahlmig, welche wir niit einander ausgc-