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nen, der das Feierklcid, welches nach damaliger Gewohnheit, jeder Hausvater, der ein Gastmahl gab, jedem seiner Gäste verehren mußte, nicht an hatte, und der auf die deshalbigen Verwürfe verstummte dieser ward für sein Vergehen ge, züchtigt, doch diejenigen die geeignet waren, an der königlichen Tafel zu sitzen, genossen Freuden in Fülle.

«Ihr wisset nicht, wann der Richter erscheinen wird, darum seit allezeit bereit; wachet und be­tet, sonst werdet ihr gleich denen Jungfrauen, von welchen ich euch jetzt erzählen will!» so sprach der Messias; ich aber, unterbrach sich hier Da- ter Kronenseld, ich will euch den jüdischen Ge- brauch erklären, auf dem sich dies Glcichniß be­zicht. Es war nämlich Sitte in Judäa, daß am Abend des Hocbzeitfestcs die Freundinnen der Braut, festlich geschmückt und mit brennenden Lampen versehen, den Bräutigam bewillkommten.

Bei einer Hochzeit, fuhr der Herr nun fort, hielten sich 10 Jungfrauen zum Empfang des Bräutigams bereit, fünf davon versahen sich mit Ocl, die andern unterließe» diese Vorsichtsmaß­regel. Lange zögerte der Erwartete, und die Mädchen schliefen ein; als endlich der Ruf er­scholl: der Bräutigam kommt; da goßen die Klu­gen frisches Oel auf ihre Lampen, während das' Licht der Thörigten erlosch. Gebt uns von eurem

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