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einem Knechte das rechte Ohr ab. »Simon Petrus was soll die Gegenwehr:« tadelte der Heiland, stecke sogleich dein Schwerdt in die Scheide, glaubst du nicht, daß wenn es der Wille des Allmächtigen wäre, er eine Legion Engel zu meiner Befreiung schicken konnte? doch ich leide nach des Allerhöchsten Rathschluß, also laßt al­les ruhig geschehen» Der Verwundete ward auch sogleich durch Jesus Wundcrkraft geheilt. Wie herrlich bethätigte er hier seine kehre, wie erfüllte er hier den Ausspruch: Liebet eure Fein­de! in seinem ganzen Umfange! Nach erwähn­ter wohlthätigen Handlung wandte sich der Ge­fangene wieder zur Menge, in der sich sogar Priester und Schriftgelehrte befandten und sprach: «Warum seid ihr so gerüstet gekommen als ob ihr eines Ucbrlthäters habhaft werden wollet? Lehrte ich nicht täglich in eurer Mitte, warum legtet ihr da nicht Hand an mich? Ich lese jedoch den Grund dieses Verhaltens in eu­rer Seele. Ungerechte Thaten scheuen stets das Licht, daher soll der nächtliche Schleier auch eure Bosheit bedecken.» Der Herr wurde hierauf in den Pallast Kaiphas, des Hohenpriesters geführt, wo er sich theils würdevoll vertheidigte, theils schweigend die Aussagen erkaufter Zeugen und die spitzfindigen Aeußerungen seiner Richter anhörte.