borgen und treu bewacht, bis ich bei einen klei- nen Gefecht, verwundet und besinnungslos in einen Graben stürzte, Als mir das Bewustsein zurückkehrte, sah ich mich von meinen Kamera­den verlassen, aber in demselben Augenblicke ge­wahrte ich, daß zwei feindliche Husaren aus mich zu kamen; ihre Absicht errathend, raffte ich mich auf, und setzte mich, trotz meiner Wunde, zur Gegenwehr; denn ich wollte nur mit dem letz­ten Athemzuge das mir anvertraute Gut hinge­ben. Das Uebergewicht meiner Gegner war je­doch zu groß; einer von ihnen versetzte mir ei­nen Hieb über den Arm, der Andere entriß mir die Kleidung, und ich blieb lange hülflos liegen; endlich nahm mich ein vorüberfahrendcr Sand­mann zu sich auf den Wagen, und aus den Wohnort meines Retters, kam ich ins Spital, wo ich schlecht geheilt entlassen wurde; nun muß ich mir leider aus erbärmliche Weise mein Brod verdienen» Gespannt hörte der Baron zu, und als der Soldat geendet hatte fragte er lebhaft: «Wie hieß dein Herr?» «Sein Name war Nord­heim, und der meinige ist Erhard Gutmann,» versetzte der Erzähler: «Wackerer Bursche!» rief der Major, und reichte ihm die Hand, «sieh in mir den Todtgeglaubten. Mit mehreren Uu- glücksgefährten wurde ich vom Schlachtfclde weg und ins ilazarcth getragen, hier genas ich, nahm'