* wurde, und der Donner des Himmels mit dem Donner der brandenden Meercswogcn vereinigt, schufen ein so schreckliches Getöse, wie der bebende Zamor nie vernommen, der jeden Augenblick glaubte, die Felsen, die unter ihm zitterten, würden über ihn stürzen, und ihn mit sich in die Grabesnacht des empörten Meeres hin- abrcissen.
Doch allmählig ließ die Heftigkeit des Sturmes nach, der Himmel hellte sich auf, aber lange noch war die See stürmisch bewegt; Zamor, durch Kummer und Angst gleich sehr angegriffen, und durch heftige Anstrengungen ermüdet, entschlief in seiner Grotte, die ihm gegen den Sturm und Regen einen sichern Zufluchtsort gewahrt hatte, und erwachte nicht eher, als bis hinter den starren Fclsenzacken der Küste, die Sonne in ihrer glänzenden Herrlichkeit emporstieg. Zamor kniete nieder und betete zum guten Geiste, wie ihm Nanso gelehrt hatte, und eilte dann nach der Stelle, wo er ans Land gestiegen war, um zur Küste zurückzukehren, denn er sahe mit Schmerz, daß Nanso auf unbegreifliche Art ihm entrissen war. Aber wer beschreibt das Schrecken des armen Negers, als er an jene Stelle kam, und seinen Nachen verschwunden sah? Die
20
f
Flulhcn hatten ihn ergriffen und mit sich hinweggerissen.
Vcrzweiflungsvoll warf sich Z a m o r auf die Erde, und weinte und jammerte laut, denn nun war er ja ganz verlassen, und mußte auf diesem unwirthbaren Felsen dem Hundertcde entgegensehen. Der Mensch soll aber auch in der größten Hoffnungslosigkeit nicht verzweifeln, sondern fest auf die Vatcrlicbe Gottes bauen, der ihn nicht rettungslos untergehen läßt in den Stürmen eines trüben

