gesprochen, die Entfernung des Knaben gleich wahrgenommen, und ihn laut gerufen hat, auch kein Wasser oder sonst eine Grube, in welcher er hätte verunglücken können, sich in der Nähe befindet, und kein Plätzchen des Parks undurchsucht geblieben ist, so bleibt nur die eine Vermuthung, daß der Kleine gestohlen worden sey. Es ergeht daher an alle Polizeibehörden in Städten und Dörfern die Aufforderung, diese Anzeige zu berücksichtigen, und ein wachsamer Auge auf herumziehende Komödianten, Seiltänzer, Taschenspieler und Zigeuner zu haben, und falls irgend eine Anzeige, die zur Entdeckung beitragen könnte, gemacht würde, sofort die nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um des Kindes wieder habhaft zu werden, wobei die Erstattung aller Kosten zugesichert wird. Von Seiten der tief bekümmerten Aeltcrn wird demjenigen, der das Kind wieder in ihre Arme führt, eine Belohnung von tausend Thalern versichert, und jedem, der eine zur Entdeckung führende Anzeige macht, 12 Ca- rolin versprochen."
„Der Knabe ist 4 Jahre alt, hat blondes gelocktes Haar, blaue Augen und ein rundes blühendes Gesicht. Er ist offen und dreist, und spricht sehr lebhaft. Er trug bei seinem Verschwinden einen braunen Strohhut, um diesen ein orangefarbiges Band, Jäckchen und Beinkleider von grauem Nankin, einen ausgeschnittenen gestickten Halskragcn von Mousselin, weiße Strümpfe und grüne Schnürstiefeln, ein Taschentuch mit den eingestickten rothen Buchstaben E. v. M. und sein Taufname ist Emil."
Es ist heute Zigeuncrvolk im Dorfe herumgegangen, sagte ein alter Bauer, als der Schulze gelesen hatte. Ja, das hab ich cr-
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