er spornstreichs durch den Garten, und erschrack heftig, als ihm Udo am Ende desselben entgegen kam; allein er äußerte seine Angst nur durch einen dem Gespielen hastig hingereichten Händedruck; dann eilte er davon. — „Haben dich die Blumen toll gemacht?" rief jener, und schaute erstaunt ihm nach; indessen nichts Arges dabei denkend, ging Udo nach Hanse.
Auch Konrad erreichte seine Wohnung und sein erstes Geschäfte war, das entwendete Gut, über welches er sich, trotz seiner Schönheit, nicht von Herzen freue» konnte, dem Schooö der Erde anzuvertrauen. Er hatte den Roscn- stock an die beste Stelle seines Gartchens gesetzt, und besprengte ihn täglich mit frischem Quellwasser. Dem- ohngeachtet gewann er bald ein trauriges Ansehen und nach kurzer Zeit war er ganz verdorrt. „£>," seufzte Konrad, als er sich von dem Hinwelken seines Lieb- lingspflanzchens überzeugte, „o hätte ich dich an deinem
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frühern Platze stehen lassen! du blühtest noch frisch und schön und mein Herz wäre frei von Schuld!"
Der Vater, der hinter einer Hecke arbeitete, hörte dies Selbstgespräch und begann nun mit einem scharfen Verhör, in welchem der erschrockene Knabe stotternd sein Vergehen bekannte.

