setzen." „Wenn dem so ist, so verweigere ich deiner Bitte meine Eimvilligung," entschied Frau Frohberg und Helene bemühte sich, der Freundin die abschlägige Antwort so schonend als möglich zu ertheilen. Sie lispelte kleinlaut: „die Mutter erlaubt nicht, daß ich daS Buch schon jetzt aus den Handen gebe." „Ich würde es auch so machen," rief die kleine vorlaute Line. Am wenigsten bekäme es die unordentliche Hulda; weißt du noch Emilie," fuhr sie fort, „wie es damals mir dem Strickmuster ging?" — Alles schaute auf Hulda, die beschämt die Augen niederschlug und durch einen Thränen- strom ihr gepreßtes Herz erleichterte. Die Freuden, welche sie diesen Abend zu finden hoffte, waren für sie verloren, und sobald als möglich eilte sie nach Hause.
Dort fiel sie ihrer Mutter um den Hals und schluchzte: „du hattest recht mit deinen Verweisen, verzieh, ich will mich bessern. O nimm es nur in Zukunft recht streng mit mir, wenn ich meinem Vorsätze, ordentlicher zu werden, nicht immer getreu bleiben sollte!" —
Nun folgte die Erzählung des Vorgangs.
Den kommenden Tag aber räumte Hulda mit vieler Mühe Schrank und Schubladen auf, und nie traf man in diesem mehr die frühere Zerrüttung an. Bald über-
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