ler. Nach mancher schwere» Prüfung, nach man­chem harten Verluste, hatte er sich in diese Einöde zurückgezogen, um seine letzte» Tage in ungestörter Andacht zu verleben. Aber die Menschen suchten ihn auch hier auf, denn sie wollten seiner Weis­heit und Frömmigkeit nicht entbehren, und kein tief- bekümmertes trostloses Gemüth kehrte von ihm ohne Rath und Trost zurück. Deshalb liebte und ver­ehrte ihn die ganze Gegend, wie einen Heiligen. Ob er sich nun gleich von allem auf der Welt los­gesagt hatte, so war die Liebe zu irgend einem We­sen dennoch ei» süßes Bedürfniß seines Herzens ge­blieben, und er pstcgte deshalb oft zu sagen:Ich habe hier in meiner Einsamkeit doch noch zwei Kin­der, ein Sprechendes und ein Stummes!" Das erste war Maria, die kleine Tochter eines benach­barten wohlhabenden Winzers, die mit unsäglicher Zärtlichkeit an dem Greise hing, und auf den ein­samen Fußpfaden oft allein in den dunkeln Wald gelaufen kam, um den frommen Vater zu besuchen, und in ihrer kindischen Einfalt still bei ihm zu spie­len. Das stumme Kind war eine schöne hohe Eiche, dicht an seiner Hütte stehend und sie mit ihren Ae-

de» Boden eines Fasses dazu erwählt, und bringt dadurch zugleich den kräftigen Segen eines frommen Mannes in Erfüllung.

In einer öden waldigen Bcrgschlucht lebte vor mrhrern hundert Jahren ein alter frommer Einsicd-