nicht länger, den Statthalter zum Vertrauten ih­res tiefen Kummers zu machen, zumal er selbst mit­telbar und im Laufe des Krieges die Veranlassung dazu gegeben, und erzählte ihm hierauf Folgendes:

Als die schwedische Armee unter dem Befehl des Feldmarschalls Torstensohn nach dessen kühnem Rückzüge aus Schleßwig, über den österreichischen Heerführer, den trafen Gallaö, mehrere große Vor­theile errungen hatte, und hierauf in Böhme» ein­gedrungen war, um sich mit Nagoezk»,, dem Für­sten von Siebenbürgen, zu vereinigen, wurden die großen Besitzungen der Gräfin der Schauplatz des Krieges. Die kaiserliche Armee, welche sich den Schweden entgegenstellen wollte, gnartirte sich in den Dörfern der Gräfin ei», und die Generale, die Grafen Hatzfeld und Götzen, legten sogar ihr Haupt, quartier in das gräfliche Schloß.

Die junge Gräfin selbst befand sich damals in einer sehr bedrängten Lage. Vor kaum einem Zahre war ihr der Gemahl gestorben, und hatte sie mit ihrem vierjährigen Sohne allein und ohne Schutz in dieser schweren Zeit verlassen. Zwar fehlte es an Männern nicht, die mit die Hand der schönen Wittwe warben, und besonders hatten mehrere arme Vettern ihres verstorbenen Gemahls sich mit fast frecher Anmaßung deshalb an sie gedrängt, zumal ihr kleiner Sohn der Erbe großer Majoratsgütcr

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die wahre Ursache entdeckt habe, zögerte nun auch