Der schlanken Arme leichte Regung,

Die Stirn, von Locken weich umwallt. Die ganze liebliche Bewegung Der kleinen Grazicngcstalt:

Genug, um Herzen zu entzücken.

Und bei so vieler Schönheit doch Um wahr »nd dauernd zu beglücken.

Bei allem Reiz zu wenig noch!

Der ew'gcn Schönheit ächten Stempel Kann Seelenanmuth nur verleih'». Drum lade in den holden Tempel Geschäftig jede Tugend ein!

Zeig' diese Stirn der sanften Milde, Dem edlen Ernst zur Wohnung an;

Laß Weisheit mit dem chrncn Schilde Dem lcichtbcwegtcn Sinne nah'n!

Laß aus dem Strahle Deiner Augen Die Engel frommer Liebe schau'n,

Laß Trost aus ihm das Elend saugen, Erbarmen aus ihm nicdcrthan'n!

Laß mit dem Aug' im festen Bunde Die holdbcrcdte Lippe sein,

Sie schone, lindrc jede Wunde,

Sei wahrhaft, innig, treu und rein!

48 War nie verblüht