was nie verblüht. -49

Der Wange» Purpur zu behütcu.

Sei holde Scham die Wächtcrin!

Sie streue cw'gcr Anmuth Blüthen Und cw'ge Jugend auf sie hin!

Und diese feinen Hände, schmucke Mit Wohlthun sie, mit regem Fleiß!

Daß segnend man an's Herz sie drücke.

Wenn längst verblüht ihr zartes Weiß.

In Deines Herzens stillen Gründen,

Da aber bau' die Demuth an!

Sie wird den schönsten Kranz Dir winden.

Den je die Schönheit angethan.

Der Unschuld Glanz wird sie erhöhen,

Verschönen jede Liebcsthat,

Wird freundlich aus dem Aug' Dir sehen.

Wenn schüchtern sich der Kununcr naht.

Weißt Du nun wohl sie ansznsindcn.

Die Blüthe, die kein Sturm zerknickt?

Die Reize, welche nie verschwinden.

Die Schönheit, welche stets entzückt?

Ein höher Roth färbt Deine Wangen:

Du kehrst vorn Spiegel Dein Gesicht!

O, Freude! Deines Lenzes Prangen Fehlt auch die schönste Blüthe nicht!

8. Franz. 3?u$ f. Mädchen. 4