In einem Thal bei armen Hirten Erschien mit jedem jungen Jahr,

Sobald die ersten Lerchen schwirrten,

Ein Mädchen, fremd und wunderbar.

Sie theilte jedem eine Gabe,

Dem Früchte, jenem Blumen aus.

Der Jüngling, wie der Greis am Stäbe, Ein Jeder ging beschenkt »ach Hans.

Willkommen waren alle Gäste

Doch nahte sich ein liebend Paar,

Dem brachte sie der Gaben beste,

Der Früchte allerschönste dar.

O, nehmt sie auf in Eure Mitte!

Das Mädchen aus der Fremde naht Und grüßet Euch nach frommer Sitte,

Und streuet Blumen Eurem Pfad.

(Indem sie an die Anwesenden Blumensträuße und Früchie «ertheilt,)

Da nehmt die frischen Frühlingsgaben:

Hier Blumen, holder Jugend gleich,

Auch Früchte bier, das Herz zu laben,

Und Zweige, grün und deutungsreich.

(Zum Brautpaar mit einem Kranze von Rosen gewendet:)

Du aber, holdes Paar, empfange Der Frühlingskinder schönste Pracht!

Zum Lrautabend.

Da« Mädchen au« der Fremde.