as bunte Leben scheint in ernstem Schweigen Sich vor dem Thron der stillen Nacht zn neigen.
Verschwunden sind die liebliche» Gestalten,
Vergebens harr' ich ihrer Wiederkehr!
Nie will sich mehr das zarte Bild entfalten — Stumm ist der Quell, der Pfad bleibt öd' und leer! Doch wie auch jene Stimmen längst verhallten.
Die holden Geister walten noch umher.
Und in der Haine stillem Hciligthnmc Erzählet Alles von der blauen Blume! —
So lautet sie, die mährchcnhaste Kunde,
Die mir der Baum, der stille Bach vertraut!
Der Dichter ist mit der Natur im Bunde,
Ihr dankt er Alles, was sein Sinn erschaut!
Die Muse kündet's mit beredtem Munde:
So wird die liebliche Geschichte laut.
Und reget sich, und tritt hinaus in's Leben,
In Wort und Bild sich freundlich kund zu geben.
Doch wie heran oft dunkle Wolken gleiten Und weit hin schatten über das Gcfild',
Und ihren nächt'gcn Schleier düster breiten.
Der selbst der Sterne holden Glanz verhüllt;
So sinkt, verdrängt vorn raschen Flug der Zeiten, In Dämmerung der Dichtung zartes Bild, —
Und was wir erst in Lieb' und Lust gesungen.
Es rauscht dahin, vergessen und verklungen.
-N«-
Schwesterliche. löT
Kein Lüftchen will, kein Blättchcn es verkünden.
Welch' süß Geheimniß erst in ihr geruht.

