13

lang sah, streckte den Fuß mit den Quasten - Stieselchen vor sich hin und drehte sich langsam rund herum.

Es war auch keine Kleinigkeit, um derentwillen er heut, am Donnerstag, so geputzt worden war, er sollte zum ersten Mal in seinem Leben photographirt werden, für den Geburts­tag der Großmutter, die weit weg in einer anderen Stadt wohnte.Alles in Ordnung," sagte die Mutter, zufrieden mit dem Kopfe nickend,rufe jetzt Anna, dann könnt Ihr zum Photographen gehen."

Anna, das Stubenmädchen, kam mit des Bübchens Hut und Mantel. Das Bübchen mochte sie sonst ganz gerne, heute war es ihm aber doch unangenehm, daß er sich bei einer so wichtigen Angelegenheit mit Anna's Begleitung begnügen sollte, aber der Vater hatte den ganzen Tag auf seinem Bureau zu arbeiten, und die Mutter lag ja im Bette. Der Weg war nicht weit, der Photograph wohnte gleich in der nächsten Straße, dort mußte man durch das Haus gehen, einen langen schmalen Gang entlang, in einen großen Hof, und dort stand ein Haus, das nach der einen Seite hin ganz von Glas war. Wie sonderbar ward dem Bübchen zu Muthe, als er dort eintrat und in der Mitte des Zimmers einen großen dunkeln Kasten erblickte, der mit einem niederhängenden Tuche bedeckt war.

Der Photograph, ein bärtiger Mann, kam auf ihn zu und begrüßte ihn freundlich mit seinem Vornamen, denn des Bübchens Vater war heute schon dort gewesen, hatte ihn an­gemeldet und bestellt, wie Alles werden sollte.Halte nur ganz still und rühre Dich nicht!" sagte der Photograph, und