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Braten oder den größten Apfel, der 'da war, ausfindig zu machen. Das war aber auch ihre einzige Kunst.
Eines Tages war ihre Mutter mit dem kleinen Schwesterchen ausgegangen, um mancherlei zu besorgen, und hatte Lina aufgegeben, eine bestimmte Zahl von Reihen zu stricken. Sie empfahl ihr, ja fleißig zu sein, und nickte ihr freundlich zu, als sie beim Weggehen sah, daß Linchen das Strickzeug gleich zur Hand nahm. Kaum hatte aber die Mutter das Haus verlassen, als Lina sich so recht faul gegen die Rückwand des Stuhles lehnte, ihre Beine weit von sich streckte, das Strickzeug in den Schoß legte und den Knäuel zu Boden fallen ließ. Gleich kam die Katze hinter der Ofenecke hervor, fing an niit dem Knäuel zu spielen und rollte ihn so lange von einem Ende des Zimmers zum andern, bis das ganze Strickzeug nachkam. Das kümmerte aber unser Linchen gar nicht. Sie lag behaglich auf ihrem Sessel und guckte mit halbgeschlossenen Augen der Katze zu. Es war so hübsch still im Zimmer, die Brüder waren beim Turnen, nichts rührte sich, die Sonne schien so warm, die Uhr tickte langsam und die Fliegen an der Wand schienen zu schlafen. Das war Lina so recht angenehm; schläfrig ließ sie ihre Augen im Zimmer umherspazieren, bis sie auf den Puppenwinkel fielen, wo ihre und der kleinen Schwester Puppenwirthschaft Platz hatte. Dort saß und lag die ganze Gesellschaft. In der Ecke lehnte Lina's eigene Puppe, die große, als Dame gekleidete Lederfigur, deren Kopf wirkliche Haare und bewegliche Glasaugen in einem Porzellangesichte hatte. Die Haare waren aber unfrisirt und

