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hingen ihr unordentlich um den Kopf herum, obwohl sie einen schönen Federhut aufhatte. Das Porzellangesicht war fleckig und die schönen Staatskleider ebenfalls, denn ihre Puppe in Ordnung zu erhalten, dazu war Lina viel zu faul. Neben der Lederpuppe stand das Bettchen mit der kleinen Schwester Schreipuppe, die sauber eingewickelt zwischen den schneeweißen Kissen lag, und in der Puppenküche, die auf dem niedrigen Tischchen stand, lehnte die kleine hölzerne Gliederpuppe als Köchin unbeweglich am Herde.

Eben schlug es fünf Uhr und dabei fiel es Lina ein, daß sie nun bereits eine halbe Stunde gefaulenzt habe und die Mutter bald heimkommen würde. Verdrießlich blickte sie die Katze an, die noch immer das Strickzeug herumzerrte, rutschte langsam vom Sessel herunter und sagte mit einem tiefen Stoßseufzer:Ach, wie gut haben es doch die Puppen, die brauchen nichts zu arbeiten! Ich wollte, ich könnte mit der meinigen tauschen!"

Ich bin's zufrieden!" klang plötzlich aus der Ecke ein ganz dünnes Sümmchen hervor, und zu Linchen's nicht geringem Erstaunen kam die große Lederpuppe mit flinken Schritten aus ihrer Ecke, riß dem Kätzchen das mißhandelte Strickzeug aus den Krallen, kletterte behend auf den von Lina verlassenen Sessel, band sich den Hut ab, stülpte ihn auf Linchen's Kopf und begann nun eifrig die herausgeschlüpften Nadeln wieder in die Reihen zu stecken und die gefallenen Maschen aufzu­heben. Zu gleicher Zeit fühlte Lina ihre eigenen Glieder ganz steif werden und fiel hilflos um. Es ward ihr sehr

Godin, N. Märch. ^