Lustwäldchen kannten das Leuchtwürmchen, und es war ihre größte Freude, Abends vor dem Einschlafen nach dem fliegenden Lichte zu schauen; auch waren sie nicht wenig stolz darauf, solch einen Einwohner zu haben. Das Johanniswürmchen merkte wohl, daß die Blumen und Gräser viel von ihm hielten und gern nach ihm schauten, der Grund davon aber war ihm unbekannt, denn es wußte selbst kein Wort davon, daß es so schön leuchten konnte. Wer hätte es ihm auch sagen sollen? Es war das einzige Würmchen seiner Art, das im Lustwäld­chen wohnte, und die Blumen und Gräser konnten ja nicht reden, sondern nur winken.

So lebte denn das Johanniswürmchen glücklich und ver­gnügt, und ein Tag verging ihm so angenehm und gleich­mäßig wie der andere. Als es aber eines Abends beim schönsten Sternenlicht wieder so recht glückselig umherstreifte und dabei wunderschön leuchtete, begegnete es einer Biene, die mit bekümmerten Mienen rathlos hin- und herflog. Theil- nehmend frug das Johanniswürmchen, was ihr fehle, denn die Biene war eine alte Bekannte von ihm, sie hatte schon gar manchmal bei Tage auf der Rosenhecke, unter der es wohnte, Honig gesammelt und während dessen mit dem Würm­chen Zwiegespräche gehalten.

Ach!" summte die Bieue,ich habe mich verirrt und kann den Weg nach meinem Bienenstock nicht mehr finden! Weil es heute Nachmittag so windig war, wobei Einem dann der mühsam gesammelte Blumenstaub wieder fortfliegt, bin ich hierher ins Lustwäldchen (gekommen und habe da auch eine