schöne Ernte gehalten. Sieh nur, wie schwer ich trage! Ich habe den Leib voll Honig und meine Höschen sind mit Bluten­staub für unser Bienenbrot ganz angefüllt. Was hilft mir aber das Alles, wenn ich nicht den Weg nach Hanse finden kann? Und unsere Königin ist streng, 'wir dürfen nicht ohne Erlaubniß über Nacht ausbleiben."

Da kann ich Dir bald helfen!" zirpte das Würmchen vergnügt,komme mir nur nach, der Ausgang nach Deiner Wiese ist ganz nahe!"

Damit flog das Leuchtwürmchen voraus, und die Biene folgte ihm, so schnell sie es mit ihrer Last im Stande war. Ach," summte sie unterwegs,wie schön Du aber leuchten kannst! So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen!"

Ich soll leuchten!" frug das Würmchen ganz ungläubig, Du spaßest wohl?"

Das weißt Du also gar nicht?" summte die Biene verwundert.Aber freilich, ich habe Dich ja auch schon oft gesehen und noch nichts davon gemerkt. Es scheint also, daß Du bei Tage nicht leuchtest, sondern erst wenn es dunkel ist. Aber ich versichere Dich in allem Ernst, von Deinem Leibe geht ein Licht aus, goldig wie von einem Stern, kleiner wohl, aber gerade so schön und hell wie schade, daß Du es nicht sehen kannst!"

Das Leuchtwürmchen machte alle möglicheil Versuche, den Kopf nach hinten zu wenden, um sein gerühmtes Leuchten selbst zu sehen, aber es ging nicht, sein Köpfchen steckte zu fest