glänzenden Rittern umgeben. Er selbst ritt wieder fernen kleinen, zierlichen Schimmel und trug heute eine blitzende Gold­rüstung, deren Visir jetzt zurückgeschlagen war. Jeder, der nur einen Blick auf ihu warf, mochte nichts Anderes mehr an­schauen, selbst die Prinzessin Tigrania war vergessen, denn Prinz Adobar war noch viel, viel schöner als sie. Sein Gesicht leuchtete förmlich vor Schönheit, Stolz und Frohmuth. Als er an der Prinzessin vorüberritt und sie anblickte, verliebte sie sich augen­blicklich so gewaltig in ihn, daß sie all' ihren Hochmuth vergaß, ihm winkte, stille zu halten und ihm vor allen Leuten sagte, sie wolle ihm die Probe erlassen, es wären schon Prinzen genug zu Grunde gegangen, und sie wäre entschlossen, seine Braut zu sein.

Adobar hörte ihr höflich zu, machte aber, als sie fertig war, eine tiefe Verbeugung und sagte, was dem Einen recht sei, wäre dem Andern billig, er wolle es nicht besser haben als seine Vorgänger, und er würde reiten.

Tigrania wurde ganz blaß vor Wuth über diese Abfer­tigung und vor Angst um den wunderschönen Prinzen, denn schon hatte der Himniel sich mit Wolken bedeckt und ein plötz­licher Sturmwind wirbelte bereits die Flügel der Windmühle rasch um einander her. Eben schlug die Mittagstunde, und in demselben Augenblick spornte der Prinz sein weißes Pferd- chen und benutzte mit solcher Geschicklichkeit und Pfeilschnelle den Augenblick, wo das hölzerne Ungeheuer sich wieder drehte, daß er, trotz des rasend schnellen Umschwunges der Windmühlen- flügel, mit heiler Haut und fest im Sattel sitzend auf der anderen Seite zum Vorschein kam!