„M fuge nncy oem ^eieye, yrer x)t mein Liegen, den ich nur zum Schutze der holdseligen Prinzessin Libella zog." Darauf überreichte der Ad- miral seine Waffe dem General, welchem Beispiel voll Verdruß auch der Gesandte, Herr Frosch, folgte. — Auf ein Zeichen traten die Soldaten vor und nahmen die beiden Gefangenen in die Mitte. Au der Spitze des Zuges ging der General Enterich, der sehr mit sich zufrieden war, da sein rechtzeitiges Erscheinen auf dem Kampfplatz schweres Unheil verhütet hatte.
Das Benehmen des Gesandten der Storcheninsel hatte allgenieine Entrüstung hervorgerufen. Da man aber von den selbstsüchtigen Absichten des Frosches keine Ahnung hatte, so war man allgeniein geneigt, das kühne Auftreten des Gesandten gegenüber der Prinzessin sowie seinen Entführungsplau als eine schon früher im Storchenreiche beschlossene Sache aufzufassen. Demgemäß wurde Herr Frosch unter sicherer Begleitung auf ein Schiff gebracht und gleichzeitig für die der Prinzessin angethane Schmach dem Storchenkönig der Krieg erklärt.
König Reiher stellte sich, so alt er auch war, an die Spitze seiner Armee und besichtigte nun von seinem hohen Standpunkt aus, wie gleich Eingangs erzählt wurde, die feindliche Aufstellung.
Der listige Frosch hatte nach seiner gezwungenen Heimkehr dem Storchenkönig die Meinung beizubringen gewußt, daß er, auf eine abschlägige Antwort des Reiherkönigs und seiner Tochter gefaßt, im Interesse seines Herrn die Prinzessin habe entführen wollen, daran jedoch durch den Admiral und die herbeieilende Wache verhindert worden wäre. Ueber den erhaltenen Korb war nun der Fürst der Störche sehr erbittert und die Kriegserklärung des Nachbarreiches versetzte ihn in noch größere Aufregung. Auf seinen Befehl setzten sich die untergebenen Regenpfeifer, Seeschwalben, die Unken und Wasserfrösche gegen die feindliche Grenze in Bewegung, und es bedurfte nur des geringsten Anlasses, um einen Zusammenstoß der beiden Gegner herbeizuführen. Der Admiral hatte sich der Begleitung des Reiherfürsten ange- schloffen. Seitdem er zum Schutze der Prinzessin sein Schwert gezogen, war sein Ansehen bei dem König und dem ganzen Hofstaat noch bedeutend gewachsen; dazu kam, daß es kein Geheimniß mehr war, daß der angebliche Gesandte des Jnsektenreiches niemand geringerer als der älteste Sohn des
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