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man sich recht nett mit Dir unterhalten kann, und eS kommt viel mehr Einheit in die Sache, wenn man sich Du nennt."
„Ich bin's zufrieden," sagte die Kleine, „haben wir es doch früher auch so gemacht."
„Damals," meinte er aufstehend, „waren wir Kinder — es mögen immer sieben Jahre her sein — jetzt aber, da wir eine Art von Selbst- ständigkeit besitzen, müssen wir unsre Angelegenheiten mit Freiheit ordnen."
Casimit näherte sich jetzt mit der Einladung: „Wenn's gefällig ist, meine jungen Herrschaften? Sie können jetzt einsteigen."
Gewandt half Fritz seiner Gefährtin in den Wagen, und schwang sich dann an ihre Seite, indem er fröhlich rief: „Ah, so hätten wir die Confluentia bewerkstelligt! Dorothea, weißt Du, was das heißt?"
„Das Zusammenströmen zweier Flüsse," erwiderte die Geprüfte; „ich denke, es war der lateinische oder altrömische Name für Coblenz, weil die Mosel da dem Rhein zuströmt."
„Was?" rief er, sie erstaunt, ja befremdet ansehend. „Du kannst Lateinisch?"
„Nein, leider nicht; aber unser Lehrer hat uns das in der Geographiestunde beiläufig erzählt."
„Ah so, da denke ich mich als Rhein, komme ich doch in der Richtung des Stromes, und Dir, Thea, theile ich die Rolle der Mosel zu, wenn Du auch eigentlich von Norden kommst; so fließen wir nun zusammen fort, und münden zur rechten Zeit ins Meer, das heißt ins Haus des gelehrten Onkel Professors und der grämlichen Tante Professorin." Er lachte herzlich über diesen Einfall.
Dorothea erwähnte hier des erhöhten Titels ihres gemeinsamen Onkels, und bemerkte dann: „Ich wünsche unS einen bessern Eingang in dies Haus, als den trübseligen des Rheins ins Meer."
„Ach!" rief Fritz wegwerfend, „wer wird denn noch das armselige

