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hat meine Frau die Idee gehabt, sich eine junge Gehülfin und Gesell­schafterin aus dem Norden kommen zu lassen; eS ist die älteste Tochter ihres verstorbenen BruderS, des Regierungsraths Mildner auS dem Hannoverschen, dessen Du Dich erinnern wirst. Da unsere Nichte über Nürnberg kommt, so könnten die beiden Kleinigkeiten sich ja vor Heilbronn vereinigen; ich werde an einem zu bestimmenden Tage dort­hin ein Fuhrwerk mit meinem Diener schicken." "Mein Vater," erzählte Fritz weiter, indem er den Brief sorgsam wieder wegsteckte,hatte diese Anfrage längst erwartet, da der Onkel »och voriges Jahr, als er uns besuchte, von e'nem solchen Plan geredet, und er war es wohl zufrieden da er doch vorhatte, mich zu meiner weiter» Ausbildung auf eine hohe Schule zu schicken. Mein Bruder Kurt soll das Gut meines Vaters künftig bewirthschaften, ich aber soll frei meinen Weg verfolgen, studiren, oder was ich sonst am liebsten will... Nun aber bitte ich Dich um aller Kaiser willen, Thea, waS ist dem guten Onkel eingefallen, mich eine Kleinigkeit zu nennen? Ich bin doch wahrhaftig keine!"

Dorothea lächelte gutmüthig, und sagte, ihren Gefährten mit unnmklichem Spotte messend:Als treuer Mitstrom kann ich ja diese Bezeichnung ganz auf meine Seite ziehen, ich verdiene sie vollkommen, ja ich habe sogar eine besondere Vorliebe dafür."

Das mußt Du mir erklären!" rief Fritz, indem er sie befremdet ansah;ein Jüngling, der nach Hohem strebt, kann eine so seltsame Neigung durchaus nicht begreifen."

Sie betrifft," antwortete Thea, indein ihr feines Gesichtchcn einen ernsten Ausdruck annahm,die Worte, die meine Mutter mir oft und ernstlich bei jeder Gelegenheit vorsagte:Thea, habe offne Augen für Kleinigkeiten um Dich! Versäume nicht Kleinigkeiten, die man Dir aufträgt!" "

Seltsam," rief Fritz, und warf sich unwillig auf seinen Sitz zurück,