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nöthige Antwort, und der hohe Gast fügte hinzu:Aber eine solche Wunderblume, wie Fräulein Lilli war, wird sie nie."

Das geschmeichelte Mutterherz badete sich innerlich in Wonne, und überhörte, daß auch noch andere Gäste ihr Urtheil über die neue Er­scheinung ausgesprochen.Ein liebes Kind," hieß cS hier,ein nettes, kleines Mädchen, ein Paar Augen voll Intelligenz," dort; ja einige noch leisere Worte ließen sich dahin vernehmen, daß die arme Kleine einen schweren Stand haben, und daß man sie füglich in die Klasse der Opfer­lämmer setzen könne.

Die Tante und der Prinz saßen oben an der Tafel, Dorothea und ein junger Repetent unten, an den beiden Langseiten die andern Herren. DaS Gespräch war lebhaft und allgemein; Literatur, Wissenschaft in ihren verschiedensten Zweigen, Kunst und Natur, Politik, Tagesgeschichte, Alles wurde entweder berührt oder gründlich abgehandelt. Hin und wieder, doch nur selten, wandte sich der Onkel oder einer der Herren mit einem freundlichen oder scherzenden Worte an die Kleine; sie ver­langte und wünschte auch nicht mehr. Theils hatte sie viel zu sehen an der reich geschmückten, von Silber und Krystall glänzenden Tafel, mit Blumen in herrlichen Vasen geziert, von schöngeforniten Lampen er­leuchtet, und mit vielfachen Speisen bedeckt, die ihr zum Theil unbekannt waren, theils beobachtete sie die Tante und ihre eigenen Nachbarn, und bemerkte sie, daß es ihnen an irgend etwas fehle, so reichte sie eS ihnen, oder bedeutete Casimir oder den Lohndiener, der mit ihm aufwartete, das vielleicht Erwünschte anzubieten.

Die Tante winkte nicht, sie ward sehr von ihren Nachbarn warm gehalten, vorzüglich von dem fürstliche», und dazu hatten ihre Augen voll Angst nicht allein die möglichen Bedürfnisse ihrer Nachbarn zu erfor­schen, auch die Schicksale der diversen Gerichte, die sie angeordnet und in der hoffnungsvollsten Entwickelung verlaffen hatte, beschäftigten fort-