Du eine Audienz beim Könige, was willst Du von ihm?"

Du weißt, mein Freund Ambrow sitzt noch immer in Hohentwiel. Er hat gegen die Gesetze gefehlt; aber alle seine Genossen sind nach längerer Haft freigelassen worden, er allein schmachtet noch im Kerker, seine Ge­sundheit leidet, die Seinigen entbehren den Versorger; ich will dem Kö­nige Vorstellungen machen, die Sache meines Freundes nach Kräften führen, um Gnade bitten, wenn es sein muß . .

Da will ich doch schnell Dein Hofkleid, den Claguehut, die weiß- seidnen Strümpfe und die Schuhe mit Schnallen nachsehen," rief die Gattin und eilte fort. Der Hofrath seufzte, zuckte die Achseln und schrieb seinen Bries.

Am andern Morgen kam er in großer Hast zu ungewöhnlicher Zeit aus dem Collegium, und trat zu seiner Frau ins Zimmer. Diese starrte ihn befremdet an, er beantwortete die stumme Frage sogleich: Ich habe meine Vorlesung schnell beendet," rief er,weil die Nachricht zu mir drang, der Graf von Tcck komme eben an, und er bleibe nur eine Stunde hier. Wenn nun auf meinen Bries an den Baron Hohen- heim nicht bald Antwort kommt, so ist mein Plan gescheitert, meine Hoffnung vernichtet. Wo ist Casimir?"

Ich habe ihn mit Deinen, Hute fortgeschickt, ihn neu füttern zu lassen."

Er wird meinen Brief doch besorgt haben?"

Ich weiß nichts davon; gestern Abend wird er zu spät mit dem Wagen wiedergekommen sein, und diesen Morgen habe ich ihn beschäftigt, bis ich ihn vor einigen Minuten zum Hutniacher schickte. Wem hast r- Du gestern Abend Deinen Brief gegeben?"

Dorothea, die eben zu mir kam, eine Feder zu holen. Wo ist sie?" Ich habe sie fortgeschickt, Dir neue Strümpfe zu kaufen, die alten waren gelblich, sie hat sie zur Probe mit."

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