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sich mit Lust, fand Thea in ihrem blauen Mousselinkleidchen allerliebst, und freute sich, daß auch Andere eS zu finden schienen. Er tanzte zwei­mal mit ihr, und hatte die Erquickung, daß sie ihn im Cotilion oft holte und überhaupt gar nicht hochmüthig that. DaS gab dem strengen Stoiker den letzten Stoß; sobald sie zu Hause waren, benutzte er den ersten Augenblick des Alleinseins, zu ihr zu treten und in rührend ver­legenem Tone zu sagen, indem er ihr seine Hand hinhielt: ,,Thea, wol­len wir wieder gute Freunde sein?"

Thea sah ihn erstaunt an.Ich bin Dir ja nie böse gewesen," sagte sie.

Aber ich war böse," rief er,ich war neidisch und trotzig, und wollte mich von Dir losreißen, aber es geht nicht, Thea. Sei wieder meine Freundin!"

Ich bin es immer gewesen, Fritz. Es kam mir wohl seltsam vor, daß ich Dich so wenig sah; aber ich dachte, Deine Kameraden und Deine Studien nähmen Dich so hin, daß Du keine Zeit für mich mehr hättest. Und das mußte ich schon ertragen."

So," sagte Fritz beschämt,Du hast es also nicht einmal gemerkt, daß ich Dich verlassen wollte? Nun, das soll mich auch nicht irre machen. Willst Du mir vergeben?"

Za, mein lieber Fritz, von Herzen gern; aber Du mußt auch nicht wieder solcher Thor sein, und mich des Hochmuths anklage», wenn ich die Freuden nicht verschmähe, die mir bereitet werden."

Nein, nein," rief Fritz, und tanzte fröhlich mit ihr umher,ich will nie wieder ein dummer Junge sein!"

Bald darauf kam ein Brief ins Bronnersche Haus, der eine gewal­tige Bewegung darin hervorbrachte, Thea eine große Last aus die Seele lud, und Fritz eine freudige Erleichterung gab. Cornelie, die älteste Tochter des Hofraths, die an einen Beamten im baierischen Alpenlande