heit, denn als plumpes, linkisches Wesen auftretend, seinen ächten Kern umgeben und verdunkelt hatten.
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viertes Capitel.
Das Seminar.
Im Frühlinge sprach der Gönner dem eifrig Beflissenen seinen Entschluß auö, in acht Tagen mit ihm in die Stadt zu fahren, damit er dort geprüft und in das Seminar aufgenominen werde. Konrad war erschrocken. „Aber ich bin erst siebenzehn Jahre alt," stotterte er.
„Weiß ich, aber mir zu Liebe wird man schon eine Ausnahme machen, und Dir daö fehlende Jahr nachsehen; ich finde Dich fähig zur Aufnahme, die Examinanten werden es auch."
„Dürste ich nicht vorher noch einmal meine Muhme..."
„Nein, Kind, das giebt nur unnützes Gewimmer! Du bist vor acht Tagen dort gewesen, Du kannst ihr Alles beschreiben, wenn Du im Seminar eingebürgert bist."
Konrad ergab sich in Gehorsam, schrieb auch seiner Muhme noch nichts, und fand sich zur bestimmten Zeit, nach einem dankbaren Abschiede von seinen Fellinghauser Freunden, mit dem geistlichen Herrn und seiner Tochter im Wagen auf dem Wege nach der Stadt. Die Beiden waren sehr heiter und führten ergötzliche Gespräche, Konrad aber war himmelangst, und wurde es noch mehr, als er in die glänzende Stadt einfuhr, die er nie gesehen, und die ihn mit blendenden, rauschenden Herrlichkeiten überschüttete und verwirrte. Sie rasselten durch viele geräuschvolle Straßen, kamen in eine stillere Gegend der Stadt, die aber noch schöner und vornehmer aussah, als die frühere, und hielten

