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und deutschen Geschichte gefragt wurde, war nun gar keine Hexerei. Dann gingS aus Schreiben; eS wurde diktirt, um die Rechtschreibung der Aspiranten kennen zu lernen; bei den beiden Andern fanden sich einige Fehler, doch bei Konrad war nur ein einziges, vergeßnes Komma zu entdecken. Jetzt, da nun Konrad glaubte, das Schwere und Angrei­fende aus dunkler Ferne heranrücken zu sehen, war die Prüfung aus. Die drei Aspiranten wurden inS Seminar aufgenommen, und die nöthi­gen Förmlichkeiten deshalb verfügt.

Der Superintendent nahm Konrad mit zu einem Freunde, wo er ihn nüt Speis und Trank erquickte. Da lebte dieser ganz auf, vor­züglich als Fraulein Emma ihn mit ihren sanften, strahlenden Augen freundlich anblickend, ihm Glück zur rühmlich überstandencn Prüfung wünschte. Doch dies Glück nahm bald ein Ende, der geistliche Herr gab seinem Schützlinge noch einige Vorschriften und Verwarnungen, händigte ihm eine kleine Summe ein für seine nächsten, persönlichen Ausgaben, und verabschiedete sich von ihm. Die tiefe Dankbarkeit und das bittere Gefühl der Trennung von einem so kräftigen Beschirmer und einem so freundlichen Schutzengel überströmten Konrads Herz und mach­ten auch seine Augen überfließen; er konnte sich gar nicht fassen, nicht Worte und auch kein Ende finden.

Schon gut, schon gut," sagte Steinbrecher,nur nicht gepinselt! Ein ordentlicher Lehrer muß nicht flennen, sondern herrsche», am ersten über sich selbst. Halte Dich brav, mein Sohn!" Damit schob er Kon­rad zur Thüre hinaus. Dieser eilte in Verwirrung und Trauer durch die geräuschvollen Straßen, kam im Seminar an und suchte sich dort schnell einzurichten.

Ein schmerzliches Gefühl von Fremdheit und Einsamkeit beklemmte ihn, da wurde der gemeinsame Abendgesang angestimmt, welchen ein Jüngling auf dem Klavier begleitete. Konrad fand nun einen Weg,