ging es mit Lina, die ganz an ihrer Pflegerin hing, die aber deshalb bedeutender und ein bestrittenes Gebiet ivnrde, weil sie bei Agathe Stunde hatte. Zeigte sich das schwächliche nervöse Kind schlaff, hatte sie nicht geübt, so schrieb dies Agathe Jdaö Einflüsse zu, trieb und schalt über die Gebühr und mit besonderem Bezüge, und verfehlte nicht, dadurch der blassen Lina den Unterricht zuwider zu machen. Der schöne, zart^, Carl liebte Agathe, die so freundlich und geschickt war; aber er liebte auch Jda, die immer für ihn sorgte, in deren Nähe er sich wohl, gesichert und angenehm beschäftigt fühlte; dennoch drang das Gefühl auf ihn ei», er müsse Parthei nehmen; den» „die Beiden können sich gar nicht ausstehen," und so ward er für Agathe, wenn bei ihr, gegen sie, wen» bei Jda. Dabei fuhr Jda besser als Agathe; denn Carl war länger bei Jener als bei Dieser, am schlechtesten aber die Wahrheit des kindlichen Charakters und die Achtung vor seinen Lehrerinnen. Die dienstbaren Geister gesellten sich diesen beiden Partheicn mit vollen Kräfte»; sie blieben nicht bloß .Frösche der Bkitte, sondern sie warfen sich mit Leidenschaft in entgegengesetzte Richtungen; die Köchin war ganz Jdanerin, und nach Art der Neubekehrten, mit lebendigem Feuer, ganzer Beredtsamkeit, und ohne irgend eine Rücksicht zu nehmen. Bkalchen, ihre alte Nebenbuhlerschaft im Herzen, trat nur versteckt gegen Jda in die Schranken, doch um so gefährlicher ward sie durch gelegentliches, heimliches Anbringen, Verdrehen und Klatschen. Martin, der Bediente, stellte sich mit Würde und Entschiedenheit auf Fräulein Jdaö Seite.
Frau Conring fühlte sich eigentlich wohler in JdaS Nähe, und hatte deshalb mehr Neigung für diese, doch sie bewunderte Agathe, und war stolz daraus, eine solche Lehrerin ihrer Kinder zu haben. Diese freundlichen Gefühle für die Eine, traten aber immer mehr als Rückschläge gegen die Andere auf, so daß die vielgeplagte Marianne sich hin und hergezerrt, und in der verzweiflungsvollen Lage eines Bkenschen be-
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