Blick gen Himmel warf. Er vermied jedoch, dies reiche Thema weiter auszubeuten, sondern sagte:Also die kleine Jda.muß es sein! Man könnte sie vielleicht bei der Blackbridge anbringen: diese, wenn ich nicht irre, äußerte einmal, solch eine Gesellschafterin würde ihr sehr erwünscht sein, sie habe schon lange das Bedürfniß gefühlt, ei» junges, liebens- lvürdiges Mädchen bei sich zu haben."

Wie kannst Du mir so etwas zumuthen?'' rief Marianne, indem einzelne Thränen an? ihren Augen fielen, nur ein Vorspiel von den nach­folgenden Strömen.

Meine gute, kleine Jda soll ich entbehren, meine treue, theil-

nehmende Pflegerin, immer sanft, immer verständig! Und meine Kinder,

>vaS sollen die denn anfangen ohne sie? Bietn ehrlicher Paul, dessen ganzes Leben sie ist! Und meine arme, kleine Lina mit ihrem heißen Herzen! lind die wackere Therese! lind eben der Vater dieser Kinder will sie so berauben? Der. welcher mein Freund, mein Beschützer sein sollte, will ..." Hier ging ihre Stimme in Schluchzen unter.

Aber tun tausend Gotteswillen," fiel er ein,wie soll ich es denn machen?" Nun, sei nur ruhig! Ich sehe ein, so geht eS nicht, wir

müssen ein anderes Mittel finden, denn anders muß es werden, sonst

laufe ich davon!"

Er ging hinaus, da sah er Agathe mit Malvine in den Gang treten.Malwine, geh zur Mutter, sie ist ganz allein! Fräulein Agathe, ein Wort mit Ihnen!"

Er trat mit ihr in ihr Zimmer, redete ihr dringend zu, Frieden zu halten, und fragte sie, was sie gegen Jda habe.

Nichts," erwiderte Agathe, in deren Antlitz ein kalt vernichtender Zug hervorging, indem ihre Augen ein lebhaftes Feuer sprüheten,doch widersteht eS mir, einer Person mich zu nähern, die meine Freundlichkeit verschmäht, und zu deren Charakter ich kein Vertrauen habe."

200