„Es wäre einzig!" sagte Malwina mit Pathos; „aber noch kann ich es nicht glauben."
„Wir wollen erst sehen, wenn sie länger beieinander sind," bemerkte Therese, „da ist es schwerer.
Die beiden Gehülfinnen des Hauses tauschten nun ihre Plätze. Ida fuhr mit zurück, und der glückliche Paul konnte sein Laubenge- heimniß und sein Liedchen kaum so lange bei sich behalten, bis sie in Schloß Branix ankamen, da niußte aber auch das Stück gleich spielen. Auch ist nicht zu läugnen, daß er bereits manche vielsagende Winke im Voraus gegeben hatte, damit die Ueberraschung nicht überwältigend sei.
Frau Conring würde die sanft beruhigende Nähe ihrer Pfleger!» sicher schmerzlich vermißt haben, hätte sie noch viel Pflege nöthig gehabt; doch dem ivar nicht so; sie näherte sich mehr den andern Kurgästen, nahm Theil an gemeinsamen Ausflüchten, Unterhaltungen und Belustigungen. Und Agathe war in solchen Dingen, die künstlerische Thätigkeit und Erfindungsgabe verlangten, von ganz anderer Wichtigkeit, als die stets bescheiden zurücktretende Ida. Da gab es musikalische Abende, lebende Bilder, dramatische Vorstellungen, Vorlesungen mit vertheilten Rollen, Gesänge und Spiele im Freien. Agathe war von Allen die Seele.
So verginge» schnell vier Wochen, und Marianne gab noch eine Woche zu, da daS Wetter des Spätsommers sich besonders günstig erwies. Da machte sich endlich der Vater, der einmal noch seine Familie auf Stunden besucht hatte, mit einem großen Familienwagen auf, die Seinen wiederzuholen.
Er glaubte noch weit von seinem Ziele zu sein, als er die ganze Gesellschaft daher pilgern sah; schnell stieg er aus und eilte ihnen entgegen, Marianne warf sich fröhlich in seine Arme, seine Kinder hingen sich an ihn, er fühlte sich wahrhaft beglückt.
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