lauter sprechen; einzelne, die sich wiederholten, traten daraus hervor, eine helle, jugendlich weibliche, eine andere altere, sehr sanfte, innige, männliche, die dem Alter anzugehören schienen, wo die Knabenstimme sich eben zu der dcS Jünglings durchgekämpft hat. Antonie koimte nicht anders, als ihre Mährchenidee wieder aufnehmen, fortspinncn, und sich diese unsichtbaren Stimmen zu Gestalten ausbilden, welche im Dienste der guten Fee standen, welche sie gerettet. Diese Bilder gewannen noch mehr Leben, als Antoniens spähende Blicke im Garten zwei schöne Knaben entdeckten, in ein tiefsinniges Spiel versunken, da? sie nicht recht erforschen konnte; sie holten etwas herbei, und schienen dann allerlei daraus zu bilden. Bald darauf wurden auch einige weibliche Gestalten zwischen den Bäumen sichtbar, unter denen eine beweglich Schlanke sich durch Hin- und Hergaukeln und durch leichte Anmuth auszeichnete. „Kämen sie doch näher," dachte Antonie, „daß ich ihre Züge unterscheiden. ihre Stimmen hören könnte!" Aber sie waren bald verschwunden;
ch die Knaben, nachdem sie sich noch eine Zeitlang gehascht, und ihr röhliches Lachen hatten umherschallen lassen, eilten, von Anna, der Dienerin gerufen, ins Haus."
„Werde ich diese Geheimnisse, die mich ganz und gar umgeben und tragen, wohl »och einmal durchdringen!" dachte Antonie; „o ich werde eS, meine herrliche Pflegerin wird mich mit ihren Augen sehe» lehren!" Eben sah Antonie diese im Gespräch mit zwei Jünglingen in den Baumgängen auf und abschreiten, bald verhüllt von dem dichteren Gebüsch, bald völliger sichtbar in den Lichtungen. Nein, diese Matrone war keine Mährchengestalt, sie erschien, wie man sie so gehen sah, im HauSkleide und Mäntelchen kleiner, in sich zusammen gesunkener, als sie zuerst sich dargestellt; das Erhabene in Miene und Haltung >var verschwunden, eine gemüthliche Heiterkeit war darin vorherrschend, ein humoristisches Lächeln flog oft über ihre Züge, besonders wenn sie den Reden deS
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