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ermähnen wollen, und fuhr mit Lebhaftigkeit fort: „Ich bin immer gewohnt gewesen, tüchtig umher und drein zu schauen, nach den Ursachen der Dinge zu forschen, und deren wahren Werth mir klar zu machen; da habe ich denn herausgebracht, daß dasjenige was man Glück nennt, und worauf alle Menschen angewiesen sind, nicht sowohl in Reichthum, Glanz und Macht besteht, wie die Menge in ihrem Wahne meint, sondern in dem Zusammenstimmen unserer Talente und Neigungen mit unserer Stellung, unserm Amte, Stande, kurz unserm Wirkungskreise. Dann erst, wenn wir die Wirksamkeit, wozu wir geboren wurden, erlangt haben, ist diese ein wahrer Beruf, dann erst können wir, unserm Heiland nachfolgend, sagen und bethätigen: DaS ist meine Speise, daß ich thue den Willen Gottes und vollende sein Werk! Glaube mir, lieber Bruder/' fuhr Negine mit erhöhter Bewegung fort, „die Halste des Elends, daS. die Menschheit niederdrückt, die Halste der Sünde, welche sie in den Staub und in den Koth zieht, würde weggehoben werden von der armen, seufzenden Kreatur, wenn man Jeden auf seinen rechten Platz stellen, ihm seinen angebornen Beruf geben könnte. Im freudigen Bewußtsein der Kraft arbeitet man gern, thut man gute, gesunde Werke, hat ein froheS, liebevolles Herz, eine zum Geben und Helfen bereite Hand, und Lust und Anlage zu Allem, was die Menschheit adelt und des Christcnnamens würdig macht."
„Wer könnte das laugnen?" rief der Bruder, welcher, in gespannter Aufmerksamkeit vor der Rednerin auf- und niedergehend, ihren Entwickelungen horchte; „aber man müßte die Welt umkehren, wollte man alle die Fehlgriffe hindern, zu welchen Wahn und Leidenschaft die Menschen hinreißen!"
„Fern von mir," sagte Regine, ihn mit gutmüthigem Spotte fixirend, „alle Ümsturzpläne! Aber," fügte sie ernster hinzu, „es soll besser werden hienieden, jeder Einzelne soll ein williges Werkzeug in Gottes Hand

