sal. Und als Wilhelm heranwuchs, ward er ein fleißiger Jüngling, und sein Fleiß wurde gesegnet und er unterstützte seine Mutter in ihrem Alter, und dankte Gott, dass er es konnte.
vom Bäumlein, das andre Blätter hat gewollt.
Von Fr. Riickert.
Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald, in gutem und schlechtem Wetter; das hat von unten bis oben nur Nadeln gehabt statt Blätter.
Die Nadeln die haben gestochen, daö Bäumlein das hat gesprochen:
„Alle meine Kameraden haben schöne Blätter an, und ich habe nur Nadeln, niemand rührt mich an; dürft' ich wünschen, wie ich wollt', wünscht' ich mir Blätter von lauter Gold."
Wic's Nacht ist, schläft das Bäumlein ein, und früh ist'S aufgewacht; da hatt' cS goldene Blätter fein; das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: „Nun bin ich stolz; goldene Blätter hat kein Baum im Holz!"
Aber wie es Abend ward, gieng der Jude durch den Wald mit großem Sack und großem Bart; der sieht die goldnen Blätter bald;

