Allein der Frühling kam herzu, fiel dem Winter in den Arm und sprach:Was machst du?"

Der Winter erwiderte:Ich packe meine Sachen zusam­men, wie du siehst."

Deine Sachen magst du zusammenpacken," sprach der Früh­ling,aber diese Blumen laß stehn, denn sie sind mein. Siehst du nicht, wie sie erst mit den Spitzen aus dem Boden hervor­gucken und noch nicht ausgeblüht sind, ja nicht einmal Blätter haben? Sie konnten es blos nicht erwarten, bis du fort wärest, und schauen darum so zeitig hervor."

Da ließ der Winter die Krokusblumen stehn, gieng weiter und kehrte den Schnee vollends zusammen.

Auf einmal aber sah er eine große Menge grüner Blätter und Blumen erscheinen, als er an mehren Orten den Schnee abgekehrt hatte. Da freute er sich, stieß wieder sein Grabscheit in die Erde und wollte die Blumen herausheben, um sie mitzunehmen.

Allein der Frühling eilte wieder hinzu, siel ihm in die Arme und sprach:Was machst du? laß mir meine Blumen stehen!"

Da ward der Winter zornig und rief:Ich habe dir die Krokusblumen gelassen, auf die ich auch ein Recht hatte, aber diese geb' ich nicht her, du magst machen, was du willst."

Aber," entgegnete der Frühling,siehst du denn nicht, wie Blätter und Blüten grün sind? Es sind einige meiner ersten Kinder, die sich vorwitziger Weise so zeitig herausgemacht haben."

Ach was!" erwiderte der Winter,wenn ich auch weiter nichts Grünes hervorbringe, so sind doch diese Blumen mein; sie sind unter meinem Schnee gewachsen und ganz und gar auf­geblüht. Sie sind also offenbar mein Eigenthum."

Und als er dies gesagt hatte, bog er sich mit seinem Grab­scheit nieder und hob die Blumen aus der Erde.

Allein der Frühling wollte sie sich immer noch nicht nehmen

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