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mit rauhem, kaltem Nordwinde, und mit lauem, warmen Südwinde, mit hartem Froste und schmelzenden Sonnenstralen, bis der Winter endlich sieht, dass er doch nicht länger bleiben kann, seine Siebensachen einpackt, und mürrisch und zögernd fortgeht und sich manchmal noch umsieht, als gönnte er der Erde den Frühling nicht.
Lenchen und sein Brüderchen.
Tante Amanda.
Es war einmal ein kleines Mädchen, Namens Lenchen, das wollte gern ein Brüderchen haben, wie die andern Kinder, und versprach, dass es dasselbe dann auch recht lieb haben und pflegen wollte. Es gicngen indeß etliche Jahre hin, eh ihm der liebe Gott ein Brüderchen schenkte. Als das ein halbes Jahr alt war, starb der Vater. Da machte sich die Mutter mit beiden Kindern auf und wollte in ein andres Land ziehn; aber als sie noch unterwegs waren, starb die Mutter auch. Da nahm Lenchen sein Brüderchen auf den Arm und zog weiter mit ihm und kam in einen großen Wald. Als es schon lange darin fortgegangen war und noch immer kein Ende davon sah, setzte es sich auf die Erde und weinte laut mit seinem Brüderchen; denn sie waren beide schon halb verschmachtet vor Hunger und Durst.
Als sie noch so weinten, rauschte es in den Gesträuchen;
eine schöne, starke Hirschkuh kam vor sie hin und fragte, warum sie so weinen. „Ach," sagte Lenchen, „wenn uns niemand was zu essen giebt, so muß ich ja mit meinem Brüderchen verschmachten, und ich habe doch versprochen, es treu zu pflegen und groß zu ziehn." Das jammerte die Hirschkuh; sie ließ sich von Lenchen melken, daß es sein Brüderchen tränken konnte und auch selbst satt wurde. Dann kniete die Hirschkuh nieder und bot ihnen den

