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Rücken dar. Da setzte sich Lenchen darauf und nahm das Brüderchen vor sich auf den Schooß; und die Hirschkuh schritt nun munter fort bis zu einer Höhle, die mit weichem Moos ausgelegt war. Dort legte Lenchen sein Brüderchen, das unterdeß sanft eingeschlafen war, sacht nieder.
Dann gieng es hinaus, brach einen großen Kürbis ab, wälzte ihn vor die Thür der Höhle, schnitt ihn halb durch mit einem Messer, das seine Mutter noch mitgenommen hatte, nahm die Kerne nnd den Saft heraus und that sie in ein Töpfchen, trocknete die Schale schön aus und machte daraus eine kleine Wiege zurecht für sein Brüderchen, das wieder aufgewacht war und weinte. Hierauf that Lenchen weiches Moos in die Schale, legte sein Brüderchen darauf und deckte es noch mit seinem Mäntel- chen zu, setzte sich dann zu ihm nieder, wiegte es und sang: „Schlaf du liebes Brüderlein! schließ die müden Äugelein! schlafe süß die ganze Nacht!
Gottes Englein halten Wacht; schlafe aus auf weichem Moos! werde schön und stark und groß!"
Und wie es so sang, horchte auch die Hirschkuh zu und legte sich neben den Kindern nieder; Lenchen legte seinen Kopf auf ihren Rücken. Da kamen zwei weiße Täubchen geflogen, setzten sich zu beiden Seiten auf den Rand der Wiege, wehten leise mit den Flügeln und sangen:
„Ruh, Ruh, Guruh!
Schließt die Äuglein zu; schlafet süß die ganze Nacht!
Gottes Englein halten Wacht.
Ruh, Ruh, Guruh!
Schlaft in süßer Ruh!"

