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Aber es gieng ihr auch hier nicht besser. Eine Zeit lang bewunderte man sie allerdings; aber bald wurde auch hier dem Veilchen der Vorzug zuerkannt.

Denn die Bescheidenheit des Veilchens, das auf die Frager^x Ei Veilchen, liebes Veilchen, so sag doch einmal an, warum gehst du ein Weilchen den Blumen all voran?" in folgenden Verschen selbst antwortete:

Weil ich bin gar so kleine, drum komm ich vor dem Mai; denn käm' ich nicht alleine, gicngt ihr an mir vorbei!"

Die Bescheidenheit des Veilchens, die Demuth, mit welcher das liebliche Blümchen auftrat, und der wahre Gehalt, den es durch seinen wohlriechenden Duft zeigte, nahmen Alle für dasselbe ein, während die Tulpe mit ihrer Schönheit und Pracht nur eine Weile das Auge entzückte und dann wertlos dastand.

Aber trotz dieser Erfahrungen gab sie doch ihren Plan noch nicht auf, sondern bat das Veilchen, dem sie nun doch mehr Respekt bekommen hatte, noch einen Versuch mit ihr zu machen.

Das Veilchen willigte ein, und sie gelangten in die Hütte eines armen Landmanns.

Hier wähnte nun die Tulpe ihres Sieges ganz sicher zu sein und trat mit desto größerem Vertrauen auf ihre Schönheit auf; aber gerade hier gieng es ihr am schlechtesten. Denn kaum hatte sie ein Rühmens von sich gemacht, als mau ihrer schon überdrüssig war.

Ja noch mehr! sie hätte fast ihre Begleiterin gar verloren; denn das Veilchen fand so großen Beifall, daß man nicht aus- hörte, dasselbe zu loben und zu preisen, und ihm das beste Plätz­chen im ganzen Hanse anzubieten, wenn es bleiben wollte.

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