Mann fragte: „Ei warum schon so früh auf den Beinen?" „Ich suche einen Gevatter zu meinem Kinde; wollt ihr mir vielleicht den Gefallen thun?" fragte der Mann. Und das Männchen erwiderte: „Von Herzen gern; sagt mir nur, wann die Taufe ist." „Gleich morgen früh, wenn es euch beliebt." „Es ist gut, ich habe dann Geschäfte im nächsten Ort und werde zur rechten Zeit bei euch sein." „Wie heißt ihr denn, Herr Gevatter?" „Ich bin der Tod," antwortete das Männchen lächelnd, empfahl sich dem armen Mann freundlich und gieng weiter. Am folgenden Morgen fand es sich zur rechten Stunde ein und hob das Kind aus der Taufe; dann sprach es: „Wenn das Kind vierzehn Jahre alt ist, komm' ich wieder und ihr braucht dann nicht weiter für dasselbe zu sorgen; im Gegentheil, es wird für euch sorgen." Da freuten sich die Leute, dankten dem guten Tod, und er nahm freundlich Abschied von ihnen.
Als der Knabe vierzehn Jahre alt war, kam der Pathe, wie er es versprochen hatte, nahm ihn mit sich in den Wald und sprach: „Jetzt will ich dich zum geschicktesten Arzte in der Welt machen, mein liebes Pathenkind! befolge nur fleißig, was ich dir sage! Wenn du zu einem Kranken kommst, und ich stehe zu Häupten des Bettes, dann sage dreist: Hier ist keine Rettung. Steh' ich aber am Fußende, dann mache einen Trank aus süßer Milch und drei Körnlein Salz, und in Zeit von drei Tagen ist
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der Kranke gesund." Der Jüngling dankte dem guten Pathen, und übte seine Kunst sehr fleißig, wurde hochberühmt dadurch und reich dazu. Als des Königs Tochter krank war, heilte er sie und bekam Gold, mehr als ein Pferd ziehn kann.
. Als er schon ein Mann geworden und in den besten Jahren stand, kam er eines Tags durch den Wald. Da begegnete ihm sein Pathe und Beide giengen eine Strecke mit einander fort. An einem Kreuzwege sprach der Tod: „Ich gehe nun rechts, gehe

