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du links, und es ist dein Glück; bald sehn wir uns wieder." „Wohin gehst du denn?" fragte der Arzt. „Nach Hause, ich habe da zu thun," antwortete der Tod. „Dann will ich mit dir gehn, lieber Pathe," sprach der Arzt, „ich habe ja noch nie gesehn, wo du wohnst." Der Tod wehrte ihm und bat ihn liebevoll, den andern Weg einzuschlagen; doch der Arzt ließ sich nicht abweisen und flehte den Tod so lange an, bis dieser sprach: „Wolan! du kannst mit mir gehn, bis an mein Schloß, aber nicht hinein." Sie kamen bald auf einen breiten, gar glatten und schönen Weg, der sich weithin in den Wald erstreckte; am Ende desselben stand ein schönes Schloß, daran waren alle Läden geschlossen. Als sie am Thore standen, sprach der Tod: „Jetzt laß es genug sein, lieber Sohn, und kehre um, thue mir den Gefallen!" Aber der Arzt war jetzt gerade erst neugierig geworden zu sehn, wie es in des Todes Schloß aussehe; und wie sehr der Tod auch bat, er möge jetzt zurückkehren, er bestand darauf, bis er hineinkam. Da waren alle Zimmer dunkel und voll Lichtchcn, eins am andern. „Was ist das?" frug der Arzt erstaunt, und der Tod erwiderte: „Das sind die Lebenslichter der Menschen." „Ach, lieber Pathe, wo ist denn meines?" fragte der Arzt, und der Tod antwortete: „Darnach frage nicht, das ist dir nicht gut zu wissen." Da gieng es aber wiederum wie vorher; der Arzt quälte den Tod so lange, bis er ihm ein Lichtchen zeigte, welches nicht weit vom Verlöschen war. „Nun gehst du mir aber und bleibst keinen Augenblick mehr!" sprach der Tod ernst, „damit ich nicht hier mein Amt an dir üben muß," und er führte ihn rasch aus dem Schloß und in den Wald zurück. Der Arzt eilte nach Hause und wurde noch am selben Abend krank. Als er in der Nacht erwachte, schaute er sich im Zimmer um und sah den Tod zu Häupten seines Bettes stehn. Da wandte er sich rasch in dem Bette um und streckte dem Tode die Füße entgegen. Ruhig gieng der Tod an das an-

