heraus:Das Schönste ist mein Weib, Herr Richter! das Stärkste sind meine Ochsen, und das Reichste bin ich. Den Preis hab' ich gewonnen."

Und was sagst du auf meine gestrige Frage?" fragte der Richter sich zum Andern wendend.Heraus mit der Sprache!"

Ich meine, das Schönste sei der Frühling, das Stärkste der Erdboden und das Reichste der Herbst."Brav," rief der Richter aus, und klopfte ihm auf die Achsel,du hast's errathen und den Prozeß gewonnen. Aber bevor du nach Hause gehst, mußt du mir sagen, ob das dein eigner Einfall ist oder nicht." Nicht der meinige," sagte der Bauer,sondern meine Tochter daheim hat mir so gut gerathen!"Nun so sage deiner klugen Tochter, wenn sie im Stande ist, unangekleidet und doch nicht nackt, nicht bei Tag und nicht bei Nacht, nicht auf Straßen und nicht auf Seitenwegen von der Heimat zu mir in die Stadt zu kommen, so soll sie meine Frau werden." Dem armen Bauer schaute die Freude aus den Augen heraus, und er versprach, sei­ner Tochter alles getreulich auszurichten.

Beide Bauern machten sich auf den Weg nach Hause. Aber heut war's anders als gestern. Der Arme sprach zu jedem, der ihm begegnete, fröhlichen Muthes von der Weisheit und Ge­rechtigkeit des Richters, der Reiche hingegen murrte bei sich selbst über dessen Thorheit und Ungerechtigkeit, und wenn ihn jemand ansprach und fragte, warum er so unwillig darein schaue, so gieng jedesmal das nämliche Donnerwetter los.

Als der Arme nach Hause kam, hörte er seine Tochter schon zum Fenster herausrufen:Nicht wahr, Bater, ich hab's errathen!" Freilich hast du's errathen, du Blitzmädel! und dann noch etwas!"Was denn, Bater?"Der Herr Richter läßt dir sagen: Wenn du im Stande bist, unangekleidet und doch nicht nackt, nicht bei Tage und nicht bei der Nacht, nicht auf der

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