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„indessen, das ist uns einerlei, wenn du dich nur nicht in unsre Familie verheiratest!" — Die Arme! sie dachte gewiß nicht an's Heiraten, sie wollte nur Erlaubniß haben, im Schilfe zu liegen und etwas Meerwasser zu trinken.
Da lag sie denn auch zwei ganze Tage. Am dritten kamen zwei wilde Gänse, oder richtiger Gänseriche, die waren vor nicht langer Zeit aus dem Ei gekrochen, und daher waren sie so naseweis.
„Hör', Kamerad!" sagten sie, „du bist so häßlich, daß ich dich unglaublich gut leiden kann; willst du mit uns kommen und Zugvogel sein? nicht weit von hier in einem andern Moor sind einige liebe, süße wilde Gänse, so schöne Fräulein, wie noch kein Gick- gack gesehn worden ist. Du bist wahrhaftig im Stande dein Glück zu machen, so häßlich bist du!"
Piff, paff! schallte es in dem Augenblick herüber, und beide wilde Gänse lagen todt im Schilfe, und das Wasser war blutroth. Piff, paff! schallte es wieder, und ganze Schaaren wilder Gänse flogen auf aus dem Schilfe, und dann knallte es wieder.
Es war eine große Jagd; die Jäger lagen rings um das Moor her, ja einige saßen in den Banmzweigen, die sich weit über das Moor hinstreckten; der blaue Dampf zog wie eine Wolke durch die dunkeln Bäume und senkte sich bis auf das Wasser; in dem Schlamme platschten die Jagdhunde: klatsch, klatsch! Schilf oder Rohr wogte nach allen Seiten; das war ein Schreck für die arme Ente! Sie drehte den Kopf um, um ihn unter die Flügel zu bringen, und in dem Augenblick stand dicht neben ihr ein fürchterlich großer Hund. Die Zunge hieng ihm weit aus dem Halse, und die Augen funkelten gräulich; er öffnete seinen Rachen gerade gegen unsre Ente, zeigte ihr die scharfen Zähne und platsch! platsch! platsch! gieng er wieder weg, ohne sie zu nehmen.
„Nun, Gott sei Dank!" seufzte sie, „ich bin so häßlich, daß selbst der Hund mich nicht fressen mag."
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