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stürmende Leidenschaft ausgetobt hatte, kehrte er trübsinnig in den Palast zurück, schlich durch alle Gemächer und erfüllte sie mit Seufzen und Stöhnen. Nachher besuchte er noch einmal den Lust­garten; doch diese ganze Zauberschöpfung hatte keinen Reiz mehr für ihn. Er stampfte dreimal auf die Erde, und der ganze Zauber­palast mit all seiner Herrlichkeit kehrte in sein ursprüngliches Nichts zurück. Der Abgrund aber sperrte seinen weiten Rachen auf, und der Gnom fuhr hinab in die Tiefe bis an die entgegengesetzte Grenze seines Gebietes, in den Mittelpunkt der Erde, und nahm seinen Menschenhaß mit dahin.

Während dieser Begebenheit führte Fürst Ratibor seine Emma mit triumphalischcm Pomp an den Hof ihres Vaters zurück, voll­zog daselbst seine Vermählung, theilte mit ihr den Thron seines Erbes und erbaute die Stadt Ratibor, die noch seinen Namen trägt bis auf den heutigen Tag. Das sonderbare Abenteuer der Prinzessin, das ihr auf dem Ricscngebirge begegnet war, ihre kühne Flucht und glückliche Eutrinnnng wurden das Märchen des Landes, pflanzte sich von Geschlecht zu Geschlecht fort bis in die entferntesten Zeiten. Und die Bewohner der umliegenden Gegen­den, die den Nachbar Berggeist bei seinem Gcisternamcn nicht zu nennen wußten, legten ihm einen Spottnamen bei, riefen ihn Rübenzähler oder kurzwcg Rübezahl.

Der unmuthsvolle Berggeist verließ die Oberwelt mit dem Ent­schlüsse. nie wieder das Tageslicht zu schauen; doch die wohlthätige Zeit verwischte nach und nach die Eindrücke seines Grams. Gleich- *

wohl erforderte es einen Zeitraum von neunhundert und neun­undneunzig Jahren, eh die alte Wunde ausheilte. Da ihn endlich die Beschwerde der Langweile drückte und er einstmals sehr übel aufgeräumt war, brachte sein Hofschalksnarr in der Unterwelt, ein drolliger Kobold, eine Luftfahrt aufs Riescngebirge in Vorschlag.

Es brauchte nicht mehr als die Zeit einer Minute, so war die