Ist das Geständmß, daß ich Sie liebe.' Als ich Sie in dem Garten der Tuillericn sah, war mein Herz gefangen und ich preise mich glücklich, daß ich nun Auge in Auge mit der Auserwählten meines Herzen sprechen kann und Haffen darf, auch von ihr geliebt zu werden."

Des Menschen Hoffen ist kühn und fliegt über alle Sterne. Doch sagen Sie mir diese schönen Dinge ein anderes Mal. Wir wollen erst zu Abend speisen und dann ist die Nacht noch lang genug."

Ach," seufzte der Chevalier,ich fürchte, sie wird zu kurz. es ist bald Mitternacht und ich muß mit meinen Leuten zeitig aufbrechen und meinem Bruder, Marquis von Rvugemont, entgegen gehen, welcher von Versailles kommt und noch vor Sonnenaufgang hier ein­treffen muß."

Wirklich? Um der Geliebten willen soll man Bru­der, Verwandte und Hcimath verlassen; und Sie wollen wegen dem Bruder diese schonen Augenblicke verloren gehen lassen?"

Ich spreche nicht mehr dvvon."

Doch im Ernst. Ihr Bruder kommt wirklich so zeitig zurück?"

Wie ich sagte, noch vor Sonnenaufgang, denn hier warten seiner unaufschiebbare Geschäfte. Er wohnt einem Feste in Versaillas bei, dem ich entsagte, um hier das Fest der Liebe zu feiern."

Wo sollen Sie ihn treffen?

Im Walde von Marr."

Ei," scherzte Lucie,das ist weit, dann müssen wir freilich die Zeit benutzen."

Mit den weichen vollen Armen umschlang das schöne Weib den Chevalier und preßte ihn fest an sich; wie be-

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