31

reiche Erbin den Wetterwendischen gefesselt hält. Doch nun genug. Die Reise und die Bemühungen wegen unsrem Vermögen haben mich angegriffen."

Gerade jetzt, wo unser Vermögen gerettet ist und kein Hinderniß der Verbindung mehr vorhanden war, grade da muß er verschwinden," seufzte das Fräulein.

Grade jetzt muß es sein," erwiderte der Bruder, und es hat vielleicht sein Gutes. Tröste Dich, das Fräulein dc la Tour findet immer noch Ersatz."

Er verließ rasch das Zimmer und seufzend schaute ih>» die Dame nach.

Ein Diener trat ein und meldete den Marquis von Rougemont und einen Fremden.

Was mögen sie wollen?" fragte das Fräulein.Laß sie eintreten."

Der Diener entfernte sich und nach wenig Augen­blicken erschien 'der Marquis mit einem hoch und stattlich gewachsenen, bildschönen, jungen Mann, welcher auf das feinste gekleidet war. Der Marquis sah blaß und ver­stört aus; er stellte seinen Begleiter als Herrn Karl Lccoq dem Fräulein vor.

Fräulein," begann Rougemont,Sie scheinen durch unseren Besuch überrascht, aber eine Sache von Wichtig kcit führt mich zu Ihnen. Ich bin in großen Sorgen."

Wirklich?" cntgegnete das Fräulein,und sollte ich Ihnen dienen können?"

Sie sind die Verlobte meines Bruders, des Cheva­lier Samt Etienne," sprach Rougemont weiter,und da glaube ich nicht zu irren, wenn ich vermuthe, daß Sie uns über das Verschwinden meines Bruders Aufklärung geben können."