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(So ist der Chevalier wirklich verschwunden?" fragte das Fräulein erbleichend.

Leider," entgegncte der Marquis.Mein Bruder versprach mir, wenn ich von dem Feste in Versailles zu­rückkehre, mir mit einigen Leuten entgegen zu reiten, da ich der Unsicherheit der Gegend nicht traute; er kam nicht. Ich wurde von Räubern überfallen, meine Frau tödtlich verwundet» und als ich nach meiner Rückkehr nach Paris zu meinem Bruder eile, ihn wegen seiner Wvrt- brüchigkeit zur Rechenschaft zu ziehen, da erfahre ich, daß er zwar seinen Leuten Befehl gegeben, sich zum Aufbrnch bereit zu halten, er aber von einem späten Ausgang selbst nicht zurückgekehrt sei. Den ganzen Tag und die Nacht haben wir in der größten Unruhe auf ihn gewartet, Bo­ten ausgeschickt und Erkundigungen eingezogen, aber mein Bruder kehrte nicht wieder und auch sonst ist keine Spur aufzufinden."

Das Fräulein de la Tour war todteubleick geworden und zitterte am ganzen Körper.

Mein Herr," sprach sie endlich mit unsicherer Stimine,Ihre Worte flößen mir furchtbare Besorgniß ein. Man hört so viel von nächtlichen Ueberfällen, heim- lj^hen Mordthaten; sollte da auch Saint Etienne ein Opfer geworden sein!"

Noch wollen wir dieses nicht furchten," erwiederte der Marquis.Aber, haben Sie keine Spur, Fräulein Aurelia?"

Nein, nein," versicherte das Fräulein,, habe nichts erfahren können. Schon seit einigen Tagen war Saint Etienne seltsam, unsicher und kalt, und es schien fast, als ob er sich von mir zurück ziehen wolle."

Fräulein," rief Rougemont,dann haben Sie eine