versammelt, welche den Umstehenden den Tod des unglücklichen LouiS erzählte. Die Menschenmenge vermehrte sich jeden Augenblick. Die Erzählung Jeanettes erregte allgemeines Mitleiden, welches durch das blasse, leidende Aussehen des Mädchens noch gesteigert wurde.
„Armes Mädchen, tröste Dich!" schrie ein junges Weib, „Du bist nicht die Einzige, welcher es so geht, denn seit einiger Zeit schleicht der Tod unter den Pariser jungen Leuten umher, sucht sich eben die schönsten und kräftigsten aus und Niemand kann sich erklären, wo sie hingekommen."
„Wir haben Polizei," rief ein Mann, „und doch können in vier Monaten sechsundzwanzig junge Leute verschwinden, ohne daß man eine Spur von ihnen auffindet.
„Ach," jammerte Jeanette, „ich sah ja die Leiche meines Louis ohne Haupt, man hat ihn das Blut aus- gesogen."
„Ha," rief der Mann wieder, „das war im schwarzen Hahn. Dort sollen geheime Agenten des Hofes ihr Wesen getrieben haben, und um nichts herauskommen zu lassen, mußte das Nest niedergebrannt werden. — Das ganze Ding war Spiegelfechterei."
Ein wildblickender Mensch drängte sich vor.
„Laßt mir die Polizei in Ruhe," donnerte er, „sie ist nur nicht auf der rechten Fährte. Mir hat mein Beichtvater den Verdacht vertraut und nun bin ich im Klaren."
„Was ist es? Was ist es?" fragte es durcheinander.
„Nun," erwiderte der Mensch, „sucht Ihr die Mörder der jungen Leute, so sucht sie unter den Beschnittenen: die Juden haben sie ermordet."
Ein wilder Schrei des Schreckens und des Abscheues
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Die zahlreichste der Gruppen hatte sich um Jeanette

